Technologie der Zukunft
Potentiale und technisches Verfahren der Namendo
Potentiale der Nanotechnologie
Nano kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Zwerg“. Ein Nanometer (nm) ist der millionste Teil eines Millimeters (10-9 m). Die Wirkung von Nanopartikel auf die Umwelt ist bisher nur unzureichend erforscht, obwohl es Anzeichen gibt, die auf ein Gefahrenpotential hinweisen.
In der nanoskaligen Welt gelten andere Gesetze als in der Makrowelt. Materialien verän-dern in der Nanogröße ihre Eigenschaften – sie haben z.B. einen anderen Schmelzpunkt, eine andere elektrische Leitfähigkeit oder besondere optische Eigenschaften. Sie werden kratzfester, schmutzabweisend oder antibakteriell, schützen vor Korrosion oder Verschleiß u.v.a.m.. Nanooberflächen vermindern die Adhäsionsfähigkeit auf diesen. So verringern diese Strukturen auf Schneidwerkzeugkanten das Ankleben von Werkstoffen. Dadurch erhöht sich deren Standzeit auch unter Schmierstoffreduzierung. Aber auch die geringe Haftfestigkeit von Eis auf solchen Oberflächen soll hier als Beispiel genannt werden.
Bisherige Techniken zur nm-Oberflächengestaltung beruhen auf additiven Verfahren. Im Allgemeinen werden Nanopartikel mit Hilfe von Bindemitteln auf Oberflächen befestigt. Das führt u.a. zu Grenzschichteffekten und zu Haftfestigkeitsproblemen. Diese Schichten wittern irgendwann ab und setzen Nanopartikel in die Umwelt frei. Dasselbe passiert bei hoher mechanischer Belastung. Bei dem Nano Verfahren handelt es sich um ein subtraktives, das heißt, die Strukturen werden durch Umlagerung der Oberflächenatome erzeugt.
Einsatzpotentiale von strukturierten Nanooberflächen sind in der gesamten technologischen Welt vorhanden. Hier können Fragen der Ressourcen- und Energieeinsparung, der Energie-erzeugung und –Speicherung, der Lärmreduzierung, Erzeugung / Reduzierung von optischen Effekten und vieles andere mehr einer Lösung zugeführt werden.
Die Hauptganwendungsgebiete der Nanotechnoogie sind zu finden in der Bio- und Medizintechnik, in der Luft- und Raumfahrt, im Automotiv-Bereich, in der (Grundstoff-) Chemie, der Energie- und Umwelttechnik, im Werkzeug- und Maschinenbau und weiteren Bereichen.
Das Verfahren
Abstract
Der Laser stellt für die Mikromaterialbearbeitung ein etabliertes und überragendes Instrument dar. Bei ihm handelt es sich um ein kontaktloses Werkzeug, das außerdem als einziges nicht das Werkstück kontaminiert. Mikromaterialbearbeitung mit Lasern beruht auf der Wechselwirkung der Photonen mit der Festkörpermaterie. Dabei wird das Material so stark erhitzt, dass es verdampft. Es erfolgt ein Materialabtrag.
Durch den Wärmeeintrag, das Aufschmelzen und die Wärmeleitfähigkeit wird das umgebene Material geschädigt. Bei der Mikromaterialbearbeitung sind diese Schädigungen oft nicht mehr zu tolerieren.
Wir haben eine Technologie entwickelt, bei der der Materialabtrag nicht mehr durch Erwärmung, sondern über atomare Kräfte (Coulomb-Kräfte) erfolgt. Deshalb entfallen bei unserer Technologie all die thermischen Schädigungen wie Grat- und Rissbildung, Kondensation von Materie, Rückseitenausbrüche, Gefügeveränderungen usw. Unsere Materialbearbeitung erfolgt vollkommen schädigungsfrei. Dieser Prozess widerspricht im hohen Maße der heutigen Lehrmeinung zur Laser-Materie-Wechselwirkung. Unsere Prozesse möchte ich deshalb nicht primär unter den Begriff der Photonen-Materie-Wechselwirkung - also der Physik der Lasermaterialbearbeitung - stellen. Ich möchte hier lieber den Begriff der „Physik der Elektronendynamik“ in Anspruch nehmen.
Der Prozess des athermischen Materialabtrages wird von uns bei allen Materialklassen beherrscht.
Neben dem Herstellen von Mikrostrukturen und dem Bohren von Mikrokanälen mit bisher nicht erreichten Aspektverhältnissen können weitere innovative Technologien angeboten werden.
I. nm-Strukturen
Nanometer (nm)-Strukturen (nm = 10-9 m) gewinnen in der technologischen Welt seit einiger Zeit stetig an Bedeutung. Es entstehen immer neue funktionale Oberflächen mit neuen Eigenschaften. Dabei ist der „Lotus-Effekt“ - das Vermeiden von Oberflächenver-schmutzungen- nur das bekannteste Beispiel für die Wirkung dieser Strukturen. Er hat aber der Forschung einen entscheidenden Anschub gegeben.
Die nm-Strukturen auf Oberflächen werden zurzeit ausschließlich durch Schichtaufbau (Additivtechnik) realisiert. Dabei werden z.B. Nanopartikel mit Bindemittel (im über-wiegenden Maße mit dem Sol-Gel-Verfahren) oder durch Oxidation auf der Oberfläche befestigt bzw. mit ihr verbunden, wodurch Grenzschichten mit Haftfestigkeitsproblemen sich zwischen den Materialien ausbilden. Diese Prozesse sind nicht nur aufwendig und nicht immer umweltfreundlich (Nanopartikel sind Lungen- und zellgängig, wodurch diese geschädigt werden),
sondern sie verändern auch häufig unerwünscht die Eigenschaften des Targetmaterials. Beispielhaft soll hierzu die Oberflächenleitfähigkeit, das Emissions-verhalten (Austrittsarbeit), die Dielektrizitätskonstante, der Brechungsindex, aber auch die Kataly¬satorwirkung genannt werden. Bei solchen Schichten stellt die Abriebfestigkeit und das Abwittern - damit verbunden das Freisetzen von Nanopartikeln in die Umwelt - ein weiteres ernst zu nehmendes Problem dar.
Wir haben ein Verfahren entwickelt, bei dem die Oberflächenstrukturierungdurch lokale Umordnung der Oberflächenatome mit Hilfe von Laserstrahlung, einstellbar in der Größenordnung von nm bis µm, erzeugt wird. Es entstehen keine separierten Nanopartikel (keine Freisetzung in die Atmosphäre)!
Die Materialumordnung erfolgt athermisch. Dadurch bleiben die Eigenschaften des Tar-getmaterials weitgehend erhalten, was zu neuen Produkten führt. Einerseits waren sie bisher nicht herstellbar, andererseits besitzen sie nun radikal verbesserte Eigenschaften oder/und sind sehr viel vorteilhafter herzustellen.
Zu nennen sind hier die geänderten tribologischen Eigenschaften (Reibung), Effizienzsteigerung von Katalysatoroberflächen, optische Effekte (Antireflexstrukturen, dielektrische Funktion, verlustarme Lichtaus- und Einkopplung), Oberflächenhärtung und anderes mehr.
Nach dieser Methode nm-struktu-rierte Oberflächen können außerdem elektronisch aktive Oberflächen darstellen. Die Materialoberfläche wird außerdem Amorph. Solche Manipulationsmöglichkeiten an Materialoberflächen sollten für innovative Industriebetriebe von zukunftsträchtiger Bedeutung sein.
II. Beschichtung von Substraten
Verfahren: LEID (Laser Elektronen Ionen Deposition). LEID ist eine andere Form der bekannten PLD (Puls Laser Deposition).
PLD
Bei der PLD wird das Targetmaterial durch den Laserstrahl verdampft. Es ist ein thermischer Prozess.
Der Dampfstrahl kondensiert auf einem Substrat. Er reißt aber kleine flüssige Material-tropfen (Dropplets) aus der Schmelze heraus und führt sie mit sich. Diese schlagen sich ebenfalls auf dem Substrat nieder, wodurch die entstehende Schicht geschädigt wird. Weitere Nachteile der thermischen Verdampfung sind die Abhängigkeit der Zusammen-setzung des Dampfstrahles von den Materialparametern, wie: Verdampfungstemperatur und -enthalpie, thermische Leitfähigkeit und Dampfdruck. Daher entsprechen die entstehenden Schichten (außer bei monoatomigen Materialien) nicht der Zusammen-setzung des Targetmaterials. Sie besitzen eine andere stöchionometrische Zusammen-setzung; es entsteht also ein anderes Material.
LEID
Wir haben ein Verfahren entwickelt, bei dem der Materialabtrag des Targets nicht über thermische Prozesse erfolgt. Er erfolgt über Coulomb-Kräfte. Dazu werden die einzelnen Atome im Material ionisiert (entartetes Plasma). Diese Ionen besitzen eine hohe kinetische Energie. Vorteile hiervon sind: haftfeste Schichten, hohe Beweglichkeit der Atome auf dem Substrat ohne weitere Energiezufuhr.
Durch den kalten Materialabtragsprozess können sehr einfach dropletfreie, homogene (auch einkristalline) Schichten mit hohen Beschichtungsraten bei Raumtemperatur herge-stellt werden. Es muss nicht, wie bei der PLD, der Dampfstrahl zusätzlich ionisiert werden. Auch wird kein Aufladen des Substrates durch einen externen Elektronenstrahl benötigt.
Die stöchionometrische Zusammensetzung des Targetmaterials wird exakt auf das Substrat übertragen.
Zur erfolgreichen Markteinführung beabsichtigen wir in der ersten Phase rund 6 Mio. € zu investieren. Weitere Investitionen sind für eine spätere Phase, auch mit Hilfe der Industrie, die auf unsere Technologie wartet, angedacht. Entsprechende Erfolgsberech¬nungen liegen vor und können abgerufen werden. Zur Information: eine mathematisch optimierte Produktionsanlage benötigt eine Investitionssumme von rund 4,8 Mio. €.
Katalysatoren
Bekannte Katalysatoren
Das Thema ist hochaktuell. 70 bis 80 % aller chemischen Produkte werden mit Hilfe von Katalysatoren erzeugt. Der weltweite Markt für Katalysatoren hat jetzt bereits ein Volu-men von 20 Mrd. $ 4) Katalysatoren bestehen überwiegend aus „edlen“ Metallen. Aber auch deren Oberflächen - und damit ihre Wirkung als Katalysator– passivieren mit der Zeit. Die Wirkung der Katalysatoren beruht auf der Wechselwirkung der Wirkstoffe mit deren Oberfläche. Da diese Metalle teuer sind, werden die Katalysatoren zur Material-einsparung meist als dünne Platten ausgeführt. Noch größere Einsparungen durch größere Oberflächen erreicht man, wenn der Katalysator als dünner Draht vorliegt.
Hier nun setzt unsere Technologie an. Wir vergrößern die Oberfläche durch deren Strukturierung. Aus der Literatur ist bekannt, dass Nanometerstrukturen eine um den Faktor 102 größere Oberfläche aufweisen als glatte. Nur mit unserer Technologie kann man die Katalysatoroberflächen im µm bis nm-Bereich strukturieren
Ein konkretes Beispiel für einen geldwerten Vorteil:
Rhodium wird als hochwertiger Katalysator eingesetzt. Da das Material sehr teuer ist [Rhodium wird an der US-Metallbörse in 2006 mit rund 140,-- €/Gramm gehandelt], wird es fast ausschließlich als dünner Draht eingesetzt. Könnte man seine Oberfläche nm-strukturieren, wäre eine relevante Materialeinsparung möglich (eine entsprechende Anfrage liegt vor).
Da gezogene Materialien eine bestimmte Struktur schon aufweisen, nehmen wir bei einer nm-Strukturierung eine Oberflächenvergrößerung von real nur um den Faktor vier an. Bei einem Materialeinsatz von einem Gramm Draht, würde man für die gleiche Katalysator-wirkung nun drei Gramm, also rund 420,-- € einsparen können. Wir können pro Stunde mit einer geplanten Produktionsanlage bei einem Drahtdurchmesser von 30 µm 1,5 kg bearbeiten. Daraus würde sich eine Material¬einsparung im Wert von 630,--k€/h ergeben!
Neue Katalysatoren
Gold, als widerstandsfähigstes Edelmetall, wirkt in kompakter Form nicht als Katalysator. Neuste Forschungsergebnisse zeigen aber, dass Goldnanopartikel in der Folge von Quanteneffekten sehr gute Katalysatoren darstellen 7, 10). Obwohl Gold (gegenüber Rhodium) viel weniger kostet, ist auch hier eine beträchtliche Einsparung
(und damit auch ein entsprechender Gewinn) zu erwarten; neben den weiteren Vorteilen von Gold. In der Literatur wird neuerdings darüber berichtet, dass durch nm-Strukturen auch unedlere Metalle als Katalysator eingesetzt werden können, was zu hohen Kosteneinspar¬ungen führen wird.
Automobil
Allgemein
Reibungsverminderung an Lagern (z.B. Pleuel-, Rad-, Kurbel- und Nockenwellen- usw.) und zwischen Zylinderwandung und Kolben führt zu hohen Kraftstoff- und Schmierstoff-einsparungen. Außerdem wird im hohen Maß der Verschleiß verringert.
Rennsporttechnik
Hier ist die Erhöhung der Motorleistung, des Drehmomentes, der Drehzahl und die Stand-festigkeit zu beachten. Des Weiteren ist die Verringerung des Luftwiderstandsbeiwertes an ausgewählten Bauteilen möglich (siehe auch 4.3.). Stichwort: mitlaufende Grenzschicht.
Luft- und Raumfahrt
Nanometer strukturierte Oberflächen besitzen die Eigenschaft in schnell bewegten Medien (Gase, Flüssigkeiten) unmittelbar auf ihrer Oberfläche aus dem Medium eine mitlaufende Grenzschicht zu bilden. Diese ist ortsfest. Sie führt dazu, dass die Reibung zwischen beiden Partnern gegen Null geht. Vorteil: geringerer Kraftaufwand, geringere Erwärmung der Oberfläche, abrasive Teilchen, die sich in den Medien befinden, können nicht auf die Oberfläche auftreffen (geringerer Verschleiß durch Abrasion).
Flugkörper können bei geringerem Treibstoffverbrauch auch noch schneller fliegen und besitzen eine geringere Schallemission.
Triebwerke können effizienter gebaut werden (z.B. geringere Spaltverluste – dabei geringere thermische Belastung der Kompressorschaufeln, höhere Leistung → Effizienz-steigerung, geringerer Verschleiß → höhere Standzeit und vieles andere mehr).
Medizintechnik (Implantate)
Implantate, die eine Nanometeroberflächenstruktur aufweisen, haben eine höhere Verschleißfestigkeit 8). Sie sollten sich auch vorteilhaft mit dem Biomaterial haftfest verbinden (künstliche Gelenke [Knie-, Finger-, Hüft- usw.], Zahnersatz und anderes mehr), um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden.
Deshalb müssen die Oberflächen der Implantatmaterialien spezielle Eigenschaften aufweisen. Das sind u.a. Oberflächenstrukturen in der Größenordnung der Knochen-zellenfortsätze (Haftstrukturen) und bioaktive Oberflächen. Biologische Zellen müssen, um haftfest anzubinden, mit ihrer Umgebung (hier das Implantat) kommunizieren. Das erfolgt über Elektronenaustausch. Dazu muss die Implantatoberfläche freie Bindungs¬arme aufweisen. Diese erzeugen wir neben der jeweiligen Oberflächenstruktur.
Wünschenswerte Anwachspartner an Implantate sind neben den Knochenzellen (Kraft-übertragung) auch Epithel- und Endothelzellen. Sie verhindern, dass sich an Implantaten Plaqué anlagert (führt zur Bildung von Blutgerinnseln) oder verhindert die Entstehung von Zwischenräumen (Taschenbildung - Biomaterial ↔ Implantat). Dort siedeln sich Fremdkörper und Bakterien an (Infektionsgefahr) (siehe LOI Charité und 8)).
Hierdurch entsteht (neben dem Patientenvorteil) ein sehr hohes Einsparungspotential für die Krankenkassen. Beim Zahnersatz brauchen viel weniger Brücken aufgebaut werden. Der Zahnersatz, nun nur noch als „Stiftzahn“, hält auch viel länger. Auch hier fördert das BMBF ein Forschungsprojekt mit 500,--T€ (1) S. 9.)
Durch das Nano-Verfahren können auch Oberflächen von Materialien, die bisher nicht als Implantatwerkstoffe eingesetzt werden konnten, obwohl sie theoretisch bessere Eigenschaften aufweisen (wie z.B. Biokompatibilität oder resorbierbare Materialien) nun einer Anwendung zuführen. Dazu siehe auch LOI der Charité.
Auch bei chirurgischen Werkzeugen ist eine signifikante Verbesserung erreichbar. Schneidkanten an Schnittwerkzeugen erhalten eine größere Schärfe (weniger Wund-schmerz)und die Standfestigkeit wird erhöht (Verschleißminimierung, Kosteneinsparung).
Verschleiß und Korrosion
Hierzu ist schon weiter vorn einiges gesagt worden. Wir können auf Oberflächen entsprechende vorteilhafte Strukturen herstellen. Das sind Nanometerstrukturen mit superharten Oberflächen. Sie verhindern bzw. vermindern den Verschleiß und die Reibung bei allen Arten von Lagern (Kugellager, Gleitlager usw.).
Nanometeroberflächen tragen aber auch zur Reibungsverminderung an schnell bewegten Objekten in der Luft und im Wasser bei (mitlaufende Grenzschichten), auch können sie die Korrosion vermindern oder verhindern. Durch solche Strukturen können im erheblichen Maße Kosten aber auch Ressourcen und Energie eingespart werden.
Vorteile im Marktfeld der erneuerbaren Energien
Die Nano-Technologie ist auch auf diesem Feld vorteilhaft einzusetzen. Z.B. durch die Herstellung von nm-strukturierten Oberflächen. die für die Produktion von Hochstrom-Bleisuperkondensatoren benötigt werden. Diese können sehr viel Elektroenergie spei¬chern und gleichzeitig hohe elektrische Ströme verkraften. Dadurch kann intermetierend
erzeugte Elektroenergien (Elektromotoren die zum Bremsen als Generatoren geschaltet werden, Photovoltaiganlagen, Windkraftwerke usw.) effizient genutzt werden. Das bedeutet auch, dass Generatoren (z.B. Brennstoffzellen) immer im optimalen Betrieb arbeiten können, ohne auf den momentanen Bedarf achten zu müssen.
Bei Solarzellen können durch die Nano-Technologie mehrere Maßnahmen (deren Beschreibung den Rahmen dieses Dokuments sprengen würde) zur deutlichen Effizienz-steigerung realisiert werden. Das gleiche trifft auf die Brennstoffzellentechnologie zu.
Aussagen zu Hochstromkondensatoren
Die Elektroenergie ist die wichtigste, da flexibelste, externe Energie der Menschheit. Sie kann auf verschiedene Art und Weise hergestellt werden. Dabei fällt oft der Zeitpunkt der Erzeugung nicht mit dem Zeitpunkt des Bedarfs zusammen. Die Möglichkeit der Speicherung der Energie ist deshalb eine Unabdingbarkeit. Bei den Speicherverfahren wird in der Regel die Elektroenergie in eine andere Energie überführt und später wieder in die elektrische zurückverwandelt. Als Beispiele dafür sollen hier einige Möglichkeiten aufgezeigt werden:
| Potentielle Energie | → | Pumpspeicherwerke, Druckgasbehälter. |
| Kinetische Energie | → | Schnelllaufende Kreisel (Schwungmassen, –räder) |
| Chemische Energie | → | Akkumulatoren |
Die Umwandlung von einer in die andere Energieform ist immer verlustbehaftet. Das trifft aber nicht in dem Maße auf die Direktspeicherung der Elektroenergie zu, welche in einem Kondensator erfolgen kann.
Kondensatoren werden als Energiespeicher in vielfältiger Form in der Elektrotechnik/-Elektronik eingesetzt. Sie werden insbesondere, wegen ihres geringen Innenwidertandes, als gute Stromquellen geschätzt.
Die aktuelle Forschung bei Leistungskondensatoren laufen zurzeit in Richtung so genannter Super Caps. Das sind Doppelschichtkondensatoren. Sie stellen einen Zwitter zwischen Akkumulatoren und Kondensatoren dar. Sie erreichen hohe Kapazitätswerte (Farad), aber haben den ungeheuren Nachteil der geringen Spannungsfestigkeit von nur ca. 2,5 Volt.
Um aber hohe Energiewerte zu speichern, braucht man neben der Kapazität auch einen hohen Spannungswert. Als Beispiel sei hier die Kraftfahrzeugtechnik angeführt. Autarke Antriebssysteme mit Elektromotoren (z.B. Automobile), werden in Zukunft mit ca. 90 V betrieben. Das macht sich erforderlich, da für den Antrieb hohe Leistungen erforderlich sind. Leistung ist aber Spannung mal Strom [N = U·I]. Hohe Ströme verlangen große Kabelquerschnitte, was zu einem hohen Gewicht führt. Daher sind große Spannungen von Vorteil. Um 90 V Spannungsfestigkeiten zu erreichen, ist die Reihenschaltung von einzelnen Super Caps notwendig. Ein Anwendungsbeispiel aus der Literatur für 42 V sieht die Reihenschaltung von 18 solcher Zellen vor, die über eine aufwendige elektronische Regelung verbunden sein müssen. Denn wenn eine Zelle ausfällt, würde sonst das gesamte System zerstört werden.
Blei-Hochstromkondensatoren
Vor allem in der/und für die Militärtechnik wird (nach meinem Kenntnisstand) an dem Hochstrom-Blei-Superkondensator geforscht. Mit Bleikondensatoren kann man sehr hohe Spannungsfestigkeiten erreichen. Blei (Pb) ist, wegen seines hohen Atomgewichtes, das Metall mit der höchsten Elektronenspeicherdichte mit dem man noch recht unbedenklich arbeiten kann. Blei hat aber eine geringe elektrische Leitfähigkeit. Deshalb wendet man bei den Bleikondensatoren eine ähnliche Technologie an, wie bei den Ta-Elektro-lytkondensatoren (Bildung eines porösen Metallmonolithen) mit mäßigem Erfolg für die Stromausbeute. Dieser Nachteil tritt nicht bei gewickelten Kondensatoren auf. Hierfür müsste man die Oberfläche der Bleifolien (Elektroden) entscheidend vergrößern. Übliche Methoden zur Oberflächenvergrößerung bei Metallen versagen aber bei Blei. Hier setzt unsere einzigartige Technologie an.
Nach Aussage von einem der drei bekannten Entwicklungsteams, für das ich erste Proben geliefert habe, ist mit unserer Technologie hier ein entscheidender Durchbruch bei der Leistungssteigerung zu erwarten.
Kondensatoren liefern hohe Kurzschlussströme, vertragen aber auch hohe Ladeströme, ohne wie Akkumulatoren dabei sich thermisch zu zerstören. Deshalb sehen wir ein sehr großes Anwendungspotential in der automobilen Technik mit Elektromotoren, da hier die Bremsenergie in elektrische Energie zurückgewonnen werden kann, um dann in Kondensatoren gespeichert zu werden. Diese Kondensatoren können beispielsweise in den Schwellern untergebracht werden.
Andere Anwendungsfelder sind bekannt. Solche Kondensatoren werden gebraucht, vor allem dort, wo große Ströme gefordert werden. Weitere Anwendungsfelder in diesem Dokument aufzuzählen, würde den Rahmen der Arbeit sprengen.
Noch etwas zu Baugrößen: Pb-Kondensatoren werden, bei gleicher Kapazität, gegenüber Doppelschichtkondensatoren ein rund 3- bis 6-Fach größeres Volumen einnehmen. Betrachtet man hingegen aber die gespeicherte Leistung (N=C∙U2), dann benötigt der Pb-Kondensator nur ½ bis ¼ des Volumens, je nach Spannungsfestigkeit.
Nicht als letztes soll hier noch speziell auf die Bedeutung eines enormen Technologievor-sprunges der technologie hingewiesen werden.
Sicherheit
- Das Verfahren ist bisher konkurrenzlos.
- Das Marktvolumen ist stark wachsend.
- Die Eintrittsbarrieren sind sehr hoch
Die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber sind wegen der langen Entwicklungszeiten der Anlagen, wegen des hohen Kapitalbedarfs für Investitionen und wegen des Bedarfs an wissenschaftlich technischem Know-how sehr hoch. Die größte Eintrittsbarriere stellt jedoch die bei der Nano vorhandene Materialbibliothek dar. Jeder Mitbewerber muss diese erst erarbeiten nach dem er das Verfahren erkannt und entwickelt hat. Die Erstellung einer solchen Datenbank würde mindestens drei Jahre in Anspruch nehmen (Grunlagenforschung). Die Bibliothek der Nano ist gesichert. Sie kann auch nicht durch Personalfluktuation an Mitbewerber übertragen werden.
Die Wettbewerbsaggression ist niedrig
Die hohen Eintrittsbarrieren führen dazu, dass sich in den ersten beiden Jahren nach Markteinführung ein – wahrscheinlich aber kein -weiterer Wettbewerber etablieren wird.
| Strukturen | Anwendungsbereiche | Wirkung |
| nano Verwirbelungen, mitlaufende Grenzschicht | Luft und Raumfahrt | Vermeidung abrasiver Prozesse, |
| elektronisch aktive Oberflächen | Bio-, Medizintechnik | Anwachsen von Implantaten |
| Glasmetall Oberflächen max. Härte, amorphes Material | Maschinenbau, Rotations- und Gleitlager | Energieeinsparung, Ver¬schleiß- und Reibungs¬minimierung |
| Lotuseffekt | übergreifend | Vermeidung von Ver-schmutzungen |
| Antibiofouling | aquatische Systeme | Verhinderung des An-wachsens von Biomole-külen an technischen Oberflächen |
| Einstellung der Oberfläche Hydrophob Hydrophil | Sensoren, lab on chip | |
| Oberflächenvergrößerung | Chemie, Energietechnik | Katalysator, Energiespeicher |
| Oberflächenaktivierung | Chemie, Bio- und Medizintechnik | Katalysatoren, lab on chip |
| optische Effekte, Antireflex. | optische Technologien | div., Solartechnik, optische Elemente |
| Emissionsstrukturen | Display-, Lichttechnik | Elektronenemitter |
| Absorption elektro-magnetischer Wellen | Militär-, Luftfahrtechnik | Antiradar |
| Haftvermittler | übergreifend | Klebetechnik, Klettverschluss |
| Korrosionsschutz | Übergreifend | amorphe Materialien zeigen ein vermindertes Korrosionsverhalten |
Zertifikate
Sehen Sie sich hier das Zertifikat von Professor Schradert von der Technischen Fachhochschule Wildau an.
Zertifikat als PDF ansehen
Sehen Sie sich hier das Zertifikat von Professor Hingerl von der Johannes Kepler Universität Linz an.
Zertifikat als PDF ansehen
